Homöopathie: Ratgeber für die weiche Behandlungsmethode
Viele Patienten fühlen sich mit einigen ihrer Beschwerden bei der klassischen Medizin nicht mehr gut aufgehoben oder möchten aus anderen Gründen alternative Behandlungsmethoden erproben.
Die Homöopathie nimmt für viele Menschen neben der klassischen Schulmedizin eine immer wichtigere Stellung bei der Behandlung ihrer Beschwerden ein. Die Homöopathie wird dabei sowohl bei physischen als auch psychischen Leiden eingesetzt. Eine besondere Funktion nehmen die Globuli ein, kleine Streukügelchen mit dem Trägerstoff Rohrzucker, die in einem besonderen Verfahren hergestellt werden und als eine Art Allzweckwaffe gegen unterschiedlichste Leiden eingesetzt werden können. Homöopathische Behandlungen werden von den Krankenkassen erstattet, und es gibt immer mehr Ärzte, die eine entsprechende Zusatzqualifikation zum Homöopathen erwerben. So können zum Beispiel auch klassische Allgemeinmediziner ein weites Spektrum sowohl an schulmedizinischen als auch an homöopathischen Behandlungen anbieten.
Die Homöopathie folgt einigen wesentlichen Grundsätzen bei der Behandlung von Beschwerden. Das wichtigste Prinzip ist dabei das sogenannte Ähnlichkeitsprinzip. Es wird davon ausgegangen, dass im besten Falle "Ähnliches durch Ähnliches geheilt werden soll". Diesem Prinzip folgend, sollen Arzneimittel für die homöopathische Behandlung so ausgewählt werden, dass sie bei einer gesunden Person jene Symptome hervorrufen, die sie bei einer kranken Person lindern sollen. Der Homöopath muss daher in der Lage sein, die Beschwerden des Patienten einem bestimmten Arzneimittelbild zuordnen zu können, so dass danach die korrekte Auswahl der Substanzen erfolgen kann. Es wurden umfangreiche Tabellen entwickelt, die sogenannten Repertorien, die eine entsprechende Übersicht über Krankheitssymptome und dazugehörige Arzneimittel enthalten.
Ein weiterer Grundsatz bei der Behandlung ist, dass die Arzneimittel umso besser wirken, je stärker sie verdünnt werden. Man spricht in der Homöopathie hierbei auch von einer Potenzierung der Arzneimittel. Es wird neben der starken Verdünnung nämlich auch eine Verschüttelung oder Verreibung durchgeführt. Hierdurch soll eine Dynamisierung der Substanz erreicht werden. Ein gutes Beispiel für die Verdünnung und Dynamisierung sind etwa die Globuli, die man in unterschiedlichen Potenzen erhalten kann.
27.07.2010