Taubheitsgefühl in der Hand: ein ernstes Warnzeichen?
Viele Menschen kennen ein Taubheitsgefühl in der Hand, das aber nach kurzer Zeit verschwindet und sich oftmals in kürzeren Intervallen wiederholt. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch ungesund.
Ein anhaltendes Taubheitsgefühl in der Hand kann verschiedene Ursachen haben. Bevor die Hand sich absolut taub anfühlt, ist oftmals ein Kribbeln zu bemerken. Nach einem kurzen Zeitraum fühlt sich die Hand wieder normal an. Allgemein ist ein Taubheitsgefühl an einem Körperteil oder an einer Körperregion ernst zu nehmen. Mangelnde Durchblutung beziehungsweise eine verminderte Sauerstoffzuführung könnte für diese Missempfindung verantwortlich sein. Ein abgedrückter Nerv oder Entzündung wäre eine weitere Möglichkeit. Ebenso können sich erste Anzeichen von einer rheumatischen Krankheit bemerkbar machen. Diese äußert sich oftmals zusätzlich durch angeschwollene Fingergelenke und starken Bewegungsschmerzen. Ferner könnte ein Bandscheibenvorfall oder eine Störung am Herzen vorliegen. Gelegentlich tritt ein Taubheitsgefühl in der Hand während des Schlafes bei einer ungünstigen Schlafposition auf, welches bei Veränderung der Position sofort nachlässt. Eine dauernde einseitige Belastung kann ebenso ein Taubheitsgefühl in der Hand hervorrufen. Gerade im Computerzeitalter häufen sich durch starre Sitzpositionen und schematischen Bewegungen diese Beschwerden.
Bei einem regelmäßig wiederkehrenden Taubheitsgefühl in der Hand sind Bewegung und eine kleine Massage nützlich. Hierdurch kommt die Durchblutung in den Händen und Fingern wieder in Gang. Treten diese Symptome öfters in kürzeren Intervallen auf - ist Vorsicht geboten. Um tiefere Ursachen auszuschließen, ist eine Untersuchung bei einem Neurologen oder entsprechendem Facharzt anzuraten. Zahlreiche Patienten sind gesund, bis auf dieses immer wiederkehrende Taubheitsgefühl. Der Grund für diese Missempfindung könnte der Mittelhandnerv sein, welcher durch den Handgelenktunnel läuft und bei ungünstiger Haltung abgedrückt wird. Vereinzelt sind angeborene Sehnenscheideverengungen feststellbar. Eine Nervenfunktionsprüfung bei einem Neurologen gibt schnellen Aufschluss über die Ursache. Ein zu enger Tunnel kann mit einem kleinen Eingriff erweitert werden. Dieser Eingriff wäre nötig, um eine Dauerschädigung zu verhindern und auszuschließen.
22.09.2010