Welche Vorteile bieten Dach-Hedgefonds ihren Anlegern?
Dach-Hedgefonds sind eine relativ neue Konstruktion auf dem weiten Feld der Fondsprodukte und bieten ihren Anlegern neue Möglichkeiten der Risikostreuung im Portfolio. Es gilt aber auch einiges zu beachten.
Bei sogenannten Dach-Hedgefonds handelt es sich um eine bestimmte Fonds-Konstruktion, die in der Vergangenheit von vielen Investmentgesellschaften umgesetzt worden ist. Viele Anleger wissen aber nicht, worum es sich bei diesen Fonds genau handelt, welche Vorteile damit verbunden sind und worauf man achten muss. Wer sich in die Materie etwas einliest, bekommt hier eine interessante Ergänzung für sein Portfolio.
Dach-Hedgefonds bilden sich aus mehreren sogenannten Singlefonds oder Subfonds. Die einzelnen Fonds unterscheiden sich dabei in ihrer Anlagestrategie nicht von anderen Fonds, sondern der Dachfonds erzielt seine Vorteile alleine aus der Bündelung dieser einzelnen Fonds. Da an die Strategie der Subfonds also keine besonderen Anforderungen für die Konstruktion gestellt werden, können die Dachfonds im Prinzip aus allen zur Verfügung stehenden Fonds gebildet werden. Tatsächlich folgt aber jeder Dachfonds bei der Bündelung der Fonds wiederum einer spezifischen Strategie, um seine Renditeziele zu erreichen.
Wichtig ist es hierbei auch, dass der Dachfonds selbst keine Investitionen tätigt, sondern das Investmentgeschäft einzig und alleine auf der Ebene der Subfonds stattfindet. Es kann also von einer Art zweiten Diversifikation gesprochen werden. Eine erste Streuung des Risikos findet auf der Ebene der Subfonds statt, die ihre jeweilige Anlagestrategie verfolgen. Danach werden diese Anlagestrategien vom Dachfonds beurteilt und die Subfonds so zusammengestellt, dass ihre Strategien sich ergänzen und eine optimale Risikostreuung erzielt wird.
Bei der Investition in Dach-Hedgefonds ergeben sich neben dem Vorteil der umfassenden Risikostreuung jedoch auch einige Nachteile. So muss festgestellt werden, dass es bei dieser Fondskonstruktion zu einer Kumulation der Gebühren kommt, die nicht nur auf der Ebene des Dachfonds, sondern zusätzlich für alle Subfonds anfallen. Die Investoren müssen entscheiden, ob sie die im Vergleich zu einem Singlefonds höheren Gebühren tragen möchten. Außerdem besteht die Gefahr, dass Fonds gebündelt werden, die gegensätzliche Strategien verfolgen.
01.06.2010